Letztes Wochenende konnten wir in einem #WorldCupAtHome-Spiel einem zukünftigen Superstar bei einer entscheidenden Vorlage zuschauen. Ausserdem sahen wir die einzigen beiden Länderspieltore eines Französischen Weltmeisters und zwei Teams, die sich für frühere Niederlagen revanchieren konnten.

 

Ronaldinho, FIFA U-17-Weltmeisterschaft Ägypten 1997, Brasilien – Ghana 2:1 (Finale) | ©FIFA Museum
Freitag, 8. Mai
FIFA U-17-Weltmeisterschaft Ägypten 1997, Brasilien – Ghana 2:1 (Finale)
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Auch wenn er noch nicht seine typische Frisur hatte und man zwei Mal hinschauen musste um ihn zu erkennen, war Ronaldinhos Talent bereits während der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Ägypten 1997 unübersehbar. Er gab die Vorlage zum entscheidenden 2:1 im Finale gegen Ghana und ermöglichte seinem Team, als erste brasilianische Mannschaft eine U-17 Weltmeisterschaft zu gewinnen. Inzwischen haben brasilianische Nachwuchskicker diesen Titel insgesamt vier Mal gewonnen, zuletzt 2019 in ihrem Heimatland. Ronaldinho gewann nach seinem Triumph 1997 auch bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Korea/Japan 2002 den Titel. Damit ist er der einzige Brasilianer, der beide Turniere gewinnen konnte. Eine Medaille von der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Ägypten 1997 befindet sich in der Kollektion des FIFA Museums.

 

Zinedine Zidane, FIFA Fussball Weltmeisterschaft Frankreich 1998, Frankreich – Kroatien 2:1 (Halbfinale) | ©FIFA Museum
Samstag, 9. Mai
FIFA Fussball Weltmeisterschaft Frankreich 1998, Frankreich – Kroatien 2:1 (Halbfinale)
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Das Halbfinale der WM 1998 zwischen Frankreich und Kroatien war das erste Mal, dass diese beiden Nationen in einem Länderspiel aufeinandertrafen. Gleichzeitig war es auch das einzige Länderspiel, in dem sich der französische Nationalspieler Lilian Thuram in die Torschützenliste eintragen konnte. Er erzielte sogar gleich beide Treffer für die Franzosen. Durch das Turnier war jedoch ein anderer Spieler die treibende Kraft der französischen Mannschaft: Zinedine Zidane. Er krönte seine Leistung mit einem Doppelpack im Finale gegen Brasilien. Die einzigen Tore vom ihm im gesamten Turnier. Sein Trikot aus dem Halbfinale ist inzwischen Teil der Museumssammlung.

 

Thibaut Coutois, FIFA Fussball Weltmeisterschaft Russland 2018, Brasilien – Belgien 1:2 (Viertelfinale) | ©FIFA Museum
Sonntag, 10. Mai
FIFA Fussball Weltmeisterschaft Russland 2018, Brasilien – Belgien 1:2 (Viertelfinale)
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Belgien und Brasilien trafen in Russland erst zum zweiten Mal während einer Weltmeisterschaft aufeinander. Beim ersten Zusammentreffen der beiden Teams im Achtelfinale der WM 2002 hatte Brasilien mit 2:0 die Oberhand behalten. Im Viertelfinale der WM 2018 setzten sich dagegen die Belgier durch und erreichten zum zweiten Mal ein WM-Halbfinale. Zwar konnten sie dieses nicht gewinnen, jedoch erreichten sie mit Rang 3 ihr bestes WM-Ergebnis aller Zeiten. Noch dazu waren sie das Team, dass durch die gesamte WM die meisten Tore geschossen hatte. Allerdings hätten diese Tore wohl nichts genutzt, wenn Torhüter Thibaut Courtois auf der anderen Seite des Platzes nicht zu einer fast unüberwindbaren Hürde für die gegnerischen Stürmer geworden wäre. Seine tollen Leistungen brachten ihm den goldenen Handschuh für den besten Torhüters des Turniers ein. Seine richtigen Torwarthandschuhe haben dafür inzwischen den Weg in die Sammlung des FIFA Museums gefunden.

 

Carli Lloyd, FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Kanada 2015, USA – Japan 5:2 (Finale) | ©FIFA Museum
Montag, 11. Mai
FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Kanada 2015, USA – Japan 5:2 (Finale)
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Das Finale der Frauen-Weltmeisterschaft 2015 in Kanada war ein Spiel voller Rekorde. Bei der Neuauflage des Endspiels der WM 2011 zwischen den USA und Japan nahmen die Amerikanerinnen Revanche für die Niederlage vier Jahre zuvor. Bereits nach 16 Minuten stand es 4:0 für das Team aus den USA und das Spiel war quasi entschieden. Drei der vier Tore schoss Carli Lloyd und erzielte damit den schnellsten Hattrick der WM-Geschichte. Am Ende stand es 5:2 für die USA und es war das torreichste Finale aller Zeiten bei einer Frauen-WM. Die Tore wurden mit dem Adidas Context15 Final Vancouver erzielt, der extra für das Finale designt worden war. Der Ball, mit dem der Anstoss im Finale ausgeführt wurde, befindet sich inzwischen in der Sammlung des FIFA Museums. Mit dem Sieg gewannen die Amerikanerinnen ihre insgesamt dritte WM und wurden damit zum Rekord-Weltmeister bei den Frauen.